Eisenplastiken von Ueli Gantner, Bülach

In der Reduktion auf das Wesentliche offenbart sich das wahrhaft Wertvolle in der Kunst. Ich fühle mich eingebettet in der konkret-konstruktiven Kunst. Einer Kunstform deren bildende Sprache rein geistigen Ursprung ist und kein Abbilden der Natur beinhaltet, auch wenn diese bis zur Unkenntlichkeit mit Abstraktion interpretiert wird. Mein Kredo ist Ästhetik und Schönheit, die in der absoluten Reduktion eine Erlebnisqualität möglich macht, frei von Dekorismus und Effekten. Meine Werke sind Zeichen, die einen Weg beschreiben in der Auseinandersetzung mit der Frage: was ist das Wirkliche? Um irgendwann eine Antwort zu finden, ist mein Arbeitsinstrument die Reduktion. In meiner Forschung das Wirkliche zu finden, es zu visualisieren, versuche ich mit dem Reduzieren eine oder die Urform zu finden. Ein Zustand aus dem das Wirkliche formal gebaut sein könnte.

Dabei ist mir die Natur Vorbild, sie fasziniert mich mit ihrer Formenvielfalt, ihren Gesetz-mässigkeiten, ihrem Rhythmus im organischen Wachstum, usw. Ich lerne von ihr. Meine Werke jedoch sind nie ein Abbild ihrer, sie folgen jedoch denselben Gesetzen. Mich erreicht Hilfslosigkeit, wenn ich darum gebeten werde über Inhalte aus meinem Kunstschaffen zu erzählen. Schon oft habe ich versucht mein Tun in der Kunst mit Worten zu beschreiben. Kunst ist für mich eine Form von Kommunikation die dort weiter spricht, wo das Wort in der Aussage seine Grenze erreicht. Meine Formensprache ist dort angelangt, wo es mir nicht mehr möglich ist, das geistig Innewohnende verbal zu vermitteln. Die Werke sind eigenständig geworden, die ohne mein Zutun den Interessierten sich selber erklären.